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im Rheinland

News vom 20. März 2018

Stadtarchivs Bergisch Gladbach an neuem Standort

Einweihung der Räume im Gustav-Lübbe-Haus

Am 2. März 2018 wurde der neue Standort des Stadtarchivs Bergisch Gladbach im ehemaligen Gustav-Lübbe-Verlagshaus feierlich eingeweiht. Im Beisein von Prof. Dr. Jürgen Wilhelm, Vorsitzender der Landschaftsversammlung Rheinland, Bürgermeister Lutz Urbach, Stadtarchivar Dr. Albert Eßer, Co-Dezernent Bernd Martmann sowie geladenen Pressevertretern und weiteren Gästen erfolgte der Empfang im einstigen Verlegerbüro – heute repräsentativer Lesesaal – sowie ein Rundgang durch das neue Magazin.

Prof. Dr. Jürgen Wilhelm gratulierte in seinem Grußwort der Stadt Bergisch Gladbach und den Beteiligten zu der wegweisenden Entscheidung für eine fachliche und moderne Unterbringung des Stadtarchivs. Dessen kulturpolitische Bedeutung reiche weit über die Region hinaus und trage insbesondere zur Sicherung des kulturellen Erbes bei. Die Umsetzung des Bauprojekts erfolgte in enger Kooperation mit dem LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum. Außerdem stellte der LVR Fördermittel aus der Regionalen Kulturförderung u.a. für die neue Rollregalanlage bereit.

Bürgermeister Urbach und Stadtarchivar Dr. Eßer gaben ihrer Freude über den neuen Standort und die sachgerechten Lagerungsmöglichkeiten für das Historische Gedächtnis der Stadt Ausdruck. Dem Stadtarchiv stehen nun Regalkapazitäten von 2.400 laufenden Metern für Archivgut zur Verfügung. Ein funktionaler Lesesaal mit Bildschirm, Computerarbeitsplätzen und Gruppentischen sowie ein barrierefreier Zugang ermöglichen allen Interessierten die Recherche und Nutzung.

Lob und Anerkennung gab es für die kurze Bauzeit des neuen, über 300 Quadratmeter großen Magazins und für die Einhaltung des geplanten Budgets. Nachdem am 10. Januar 2017 die Baggerarbeiten begonnen hatten, konnte noch vor Weihnachten der Umzug erfolgen. Geschätzte 70 Tonnen Archivmaterial wurden an den neuen Archivstandort im ehemaligen Verlagshaus an der Scheidtbachstraße 22 verbracht. Bereits am 2. Januar 2018 öffnete das Stadtarchiv für die Nutzung.

Optionen für zusätzliche Erweiterungsflächen und den Ausbau des Standorts sind angedacht. Das Stadtarchiv ist somit auch zukünftig für seine Aufgaben im Bereich der städtischen Schriftgutverwaltung, für die Sicherung des Archivguts und den Nutzerservice gut aufgestellt.

Für den festlichen Rahmen der Einweihungsfeier sorgte nicht zuletzt das Streichquartett der städtischen Max-Bruch-Musikschule. Zum Schluss luden Dr. Eßer und sein Team die Anwesenden zum „Tag der Archive“ am Sonntag (4. März) ein, bei dem das Haus der Öffentlichkeit vorgestellt werden sollte.