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im Rheinland

KEK-Förderung und BKM-Sondermittel

Zwei Förderlinien zum Erhalt schriftlichen Kulturguts

Die Aufstockung der Sonderförderung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) auf nun 4,5 Mio. Euro im Jahr 2019 zeigt die Bedeutung und Dringlichkeit der Erhaltung schriftlichen Kulturguts in Bibliotheken und Archiven. Neben dem auf Mengenverfahren ausgelegten BKM-Sonderprogramm unterstützt die Modellprojektförderung der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) mit weiteren Mitteln die Schaffung von Good-Practice-Beispielen.

Damit wird die Bedeutung von präventivem Handeln in den Vordergrund gestellt. Denn die Vermeidung von Bränden, Wasserschäden, Papierzerfall oder Insektenbefall in Archiven und Bibliotheken spart nicht nur langfristig Geld, sondern ist auch der beste Schutz für unersetzliches Kulturgut.


BKM-Sonderprogramm

Über das Sonderprogramm sollen vor allem Mengenbehandlungen unterstützt werden, etwa die Reinigung, Schutzverpackung, Massenentsäuerung oder (Mengen-) Restaurierung von Archivalien und Büchern von großem kulturellen und historischen Wert. Neben Anträgen einzelner Einrichtungen werden kooperative Anträge mehrerer Archive, Bibliotheken und weiterer Einrichtungen ausdrücklich begrüßt. In begrenztem Umfang ist auch eine Förderung überjähriger Projekte möglich.

Die Förderlinie wird in 2021 fortgesetzt. Antragsfrist ist der 31. Januar 2021. Weitere Informationen hat die KEK für den Herbst 2020 angekündigt.


KEK- Modellprojektförderung

Mittlerweile im zehnten Jahr unterstützt die Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) mit Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und der Kulturstiftung der Länder (KSL) deutschlandweit ausgewählte Modellprojekte zur Erhaltung des schriftlichen Kulturguts. Die Förderung von Modellprojektvorhaben trägt auf verschiedenen Ebenen zur nachhaltigen Sicherung des schriftlichen Kulturguts in Archiven und Bibliotheken bei. Die Förderung des Originalerhalts anhand exemplarischer Modellprojekte macht die Ergebnisse als Good Practices nachnutzbar.

Im elften Jahr wird durch eine erstmals wieder themenoffene Förderung der Bogen zum Auftakt der KEK-Modellprojektförderung 2010 geschlagen. 2020 können die antragsstellenden Einrichtungen selbst festlegen, in welchen Bereichen des Originalerhalts sie theoretische oder praktische Erfahrungen sammeln wollen.

Die Förderlinie wird in 2021 fortgesetzt. Antragsfrist ist der 31. Januar 2021. Weitere Informationen hat die KEK für den Herbst 2020 angekündigt.


Weiterführende Informationen und Antragsformulare: