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im Rheinland

KEK-Förderung und BKM-Sondermittel

Zwei Förderlinien zum Erhalt schriftlichen Kulturguts

Die Aufstockung der Sonderförderung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) auf nun 4,5 Mio. Euro im Jahr 2019 zeigt die Bedeutung und Dringlichkeit der Erhaltung schriftlichen Kulturguts in Bibliotheken und Archiven. Neben dem auf Mengenverfahren ausgelegten BKM-Sonderprogramm unterstützt die Modellprojektförderung der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) mit weiteren Mitteln die Schaffung von Good-Practice-Beispielen.

Damit wird die Bedeutung von präventivem Handeln in den Vordergrund gestellt. Denn die Vermeidung von Bränden, Wasserschäden, Papierzerfall oder Insektenbefall in Archiven und Bibliotheken spart nicht nur langfristig Geld, sondern ist auch der beste Schutz für unersetzliches Kulturgut.


BKM-Sonderprogramm: Zweites Antragsverfahren 2019!

Nachdem das erste Verfahren zur Beantragung von Fördermitteln beendet ist, startet nun die zweite Ausschreibungsrunde dieses Jahres. Interessierte können Mittel in einer Gesamthöhe von rund einer Million Euro für Projekte zur Erhaltung des schriftlichen Kulturguts bei der KEK beantragen. Kulturstaatsministerin Grütters führt damit das Sonderprogramm auch im Jahr 2019 fort.

Über das Sonderprogramm sollen vor allem Mengenbehandlungen unterstützt werden, etwa die Reinigung, Schutzverpackung, Massenentsäuerung oder (Mengen-) Restaurierung von Archivalien und Büchern von großem kulturellen und historischen Wert. Neben Anträgen einzelner Einrichtungen werden kooperative Anträge mehrerer Archive, Bibliotheken und weiterer Einrichtungen ausdrücklich begrüßt. In begrenztem Umfang ist auch eine Förderung überjähriger Projekte bis max. 2021 möglich.

Förderanträge für das BKM-Sonderprogramm können bis 17. April 2019 beim Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW eingereicht werden. Voraussetzung der Förderung ist eine positive Erstbewertung des Antrags auf Landesebene (sog. Ersttestat).


Beachten Sie bitte die abweichenden Antragsfristen:

Der von der Beauftragten für Kultur und Medien veröffentlichte, elektronisch ausgefüllte Antragsvordruck muss zunächst in digitaler Form beim Ministerium für Kultur und Wissenschaft eingereicht werden (Email: Fp-415@mkw.nrw.de). Parallel dazu müssen die von einem Zeichnungsberechtigten des Antragstellers handschriftlich unterschriebenen Anträge in analoger Form und einfacher Ausfertigung bis zum 05. April 2019 beim Ministerium für Kultur und Wissenschaft, Referat 415, Völklinger Straße 49, 40221 Düsseldorf eingegangen sein.


KEK- Modellprojektförderung 2019

Im Rahmen der von BKM und der Kulturstiftung der Länder (KSL) finanzierten Modellprojektförderung der KEK können im Jahr 2019 Anträge zum Thema „Prävention lohnt“ gefördert werden.

Nässe, Hitze, Insekten, Schmutz und nicht sachgerechter Umgang – was dem Menschen nicht guttut, ist auch für schriftliches Kulturgut schädigend, mitunter existenzgefährdend. Umso wichtiger ist es, diese Faktoren in Archiven und Bibliotheken zu vermeiden und hier vorbeugend tätig zu werden. Die Projekte können präventive Maßnahmen an schriftlichem Kulturgut als Good-Practice modellhaft erproben. In begrenztem Umfang ist auch hier eine Förderung überjähriger Projekte bis max. 2021 möglich.

Die aktuelle Antragsphase ist bereits abgeschlossen. Förderanträge für die KEK-Modellprojektförderung waren bis zum 15. Februar 2019 bei der KEK einzureichen.


Weiterführende Informationen und Antragsformulare: