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Archive
im Rheinland

Digitales Archivieren im Verbund

Die digitale Langzeitarchivierung stellt Archive aller Größen und Sparten vor enorme personelle, finanzielle, organisatorische und fachliche Herausforderungen. Daher kam schon sehr früh die Idee auf, diese Hürden gemeinsam zu meistern. Die daraus resultierenden Kooperationen haben sich im Verlauf der Zeit in unterschiedlichem Ausmaß institutionalisiert.

Beispielsweise haben mehrere Bundesländer Staatsverträge unterzeichnet, die sie zu sog. Entwicklungspartnerschaften für die Software-Lösung DIMAG verpflichten. In der Schweiz wurde die Koordinierungsstelle für die dauerhafte Archivierung elektronischer Unterlagen ins Leben gerufen. Schließlich hat sich innerhalb von Nordrhein-Westfalen aus einem 2009 gestarteten Projekt das Digitale Archiv NRW (DA NRW) entwickelt, das 2015 produktiv ging. In diesem Verbund haben sich das Land Nordrhein-Westfalen, vertreten durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft (MKW NRW) und der Dachverband der kommunalen IT-Dienstleister in NRW (KDN) für die kommunale Seite zusammengeschlossen.

Unter dem Dach des DA NRW werden zwei Lösungen angeboten: DiPS.kommunal und die DA NRW Software Suite (DNS). Je nach konkretem Bedarf können interessierte Archiv- und Gedächtniseinrichtungen eine oder beide Lösungen einsetzen.

Durch die Nutzung des DA NRW wird das Archiv nicht nur von der Notwendigkeit entlastet, eine vergleichbare Lösung selbst entwickeln und ständig aktualisieren zu müssen. Sowohl DiPS.kommunal als auch DNS verfügen über Nutzergruppen, die sich in Arbeitskreisen zusammengeschlossen haben und sich über große Bandbreite von Fachfragen austauschen. Diese reichen von Weiterentwicklungen des jeweiligen technischen Systems, über organisatorische Aspekte und der gemeinschaftlichen Entwicklung von Schnittstellen bis hin zu Bewertungsfragen. Dieser vielfältige Wissenstransfer zwischen Nutzenden derselben Lösung stellt einen großen Mehrwert von Kooperationsmodellen dar. Im Vergleich zu Insellösungen reduzieren das Verbundmodell und die große Nutzergruppe nicht zuletzt die Gefahr, dass ein kommerzieller Anbieter die Softwareentwicklung aus Rentabilitätsgründen einstellt.


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