Ab sofort können sich Interessent*innen über das Programm der diesjährigen SUMMER LECTURES zur digitalen Transformation in Archiven informieren. Beginnend am ersten Dommerstag nach den Sommerferien greift die Online-Vortragsreihe wieder verschiedenste Themen rund um die Digitalisiereung der Archivarbeit auf.
3.9.2026, 10-12 Uhr,
Dr. Johannes Rosenplänter, Stadtarchiv Kiel: Erschließung und Zugänglichmachung von Karten und Plänen im Kieler Stadtarchiv – die Plattform SchriftGut.SH für digitalisiertes Kulturgut aus Schleswig-Holstein
Die Erschließung und Zugänglichmachung von Karten und Plänen stellt viele (Kommunal-) Archive vor große Herausforderungen. Personeller Aufwand und hohe Digitalisierungskosten führen oft zu einer Vernachlässigung dieses Bestandstyps. Das Stadtarchiv Kiel zeigt, dass es auch anders geht. Bereits über 5.500 Karten und Pläne sind erschlossen und auf SchriftGut.SH online veröffentlicht.
In einem Werkstattbericht gibt der Leiter des Stadtarchivs Kiel, Dr. Johannes Rosenplänter, Einblicke in die Erschließung von Karten und Plänen und stellt mit „SchriftGut.SH“ eine innovative Plattform für digitalisiertes Kulturgut aus Schleswig-Holstein vor. Dabei geht er auf folgende Fragestellungen ein: Warum ist es sinnvoll, Karten und Pläne zu digitalisieren? Wie werden Karten und Pläne möglichst niedrigschwellig zugänglich gemacht? Und kann dabei eine Verzeichnungsrichtlinie helfen? Erfahren Sie, wie durch ein pragmatisches Konzept visuelle Quellen nutzerfreundlich aufbereitet und nachhaltig präsentiert werden können.
Die Summer Lecture richtet sich an Mitarbeitende in Archiven und kulturellen Einrichtungen mit Plansammlungen, die aktuell Konzepte zum Umgang mit Plänen und Karten erstellen oder sich im Vorfeld darüber informieren möchten.
Hier geht es zur Anmeldung: SUMMER LECTURES: Erschließung und Zugänglichmachung von Karten und Plänen im Kieler Stadtarchiv – die Plattform SchriftGut.SH für digitalisiertes Kulturgut aus Schleswig-Holstein
10.9.2026, 10-12 Uhr
Thilo Pries, Konrad-Adenauer-Stiftung e. V.: Digitalisierungsprojekte mit externen Dienstleistern: Von der Ausschreibung bis zum Qualitätsmanagement
Digitalisierung erfolgreich umsetzen – aber wie? Digitalisierungsprojekte, ob „inhouse“ oder mit externen Dienstleistern, wirken sich auf ein Archiv und seine Mitarbeitenden, deren Arbeitsprozesse und –bereiche sowie den Umfang der nötigen Ressourcen aus. Auch bei einer kompletten Digitalisierung durch einen Dienstleister muss das Archivgut ausgewählt, vorbereitet und nach der Digitalisierung wieder in den Bestand integriert werden. In diesem Kontext erläutert Thilo Pries (Konrad-Adenauer-Stiftung e. V.) Fragestellungen, die für eine erfolgreiche Ausschreibung eines Digitalisierungsprojekts notwendig sind: Was ist bei einer Ausschreibung im Allgemeinen und im Besonderen zu beachten? Welche Eckpunkte dürfen in der Leistungsbeschreibung nicht fehlen? Und welche Standards gibt es? Praxisnah führt Herr Pries durch den gesamten Projektprozess – von der Ausschreibung über die Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern bis hin zum Qualitätsmanagement.
An den Input des Referenten schließt sich eine Diskussionsrunde an. Sie sind herzlich eingeladen, Fragen zu stellen und eigene Erfahrungen zu teilen.
Die Summer Lecture richtet sich an Mitarbeitende in Archiven und anderen Gedächtniseinrichtungen, die Digitalisierungsprojekte mit externen Dienstleistern professionell planen und steuern möchten.
Hier geht es zur Anmeldung: SUMMER LECTURES: Digitalisierungsprojekte mit externen Dienstleistern: Von der Ausschreibung bis zum Qualitätsmanagement
17.9.2026, 10-15 Uhr
SUMMER LECTURE XL: KI für kleinere und mittlere Archive in NRW
In einem zeitlich ausgedehnteren Format als üblich stehen in dieser SUMMER LECTURE XL erste Erfahrungen mit dem praktischen Einsatz von KI-Anwendungen in Archiven im Mittelpunkt. Der Schwerpunkt liegt auf Tools zur Texterkennung und damit einhergehenden Fragestellungen. So umfasst das Programm Beiträge zu Texterkennung, Bildsegmentierung und Datenweiterverarbeitung (Dominic Eickhoff, LWL-Archivamt), zu OCR4all und Kosten- sowie Datenschutz- und IT-Sicherheitsfragen auch bei Open-Source-KI (Sarah Rudolf, LVR-AFZ) sowie die Erfassung von Sammlungskarteikarten mit Vision Language Models (VLMs) und Möglichkeiten einer KI-gestützten Aktenerschließung mit Large Language Models (LLMs ) (Tim Westphal, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften / innovarchiveminds). Dabei ist die Frage nach der praktischen Anwendung in und dem Nutzen für vor allem kleinere und mittlere Archive zentral.
Die Veranstaltung zielt auf den Austausch erster Erfahrungen mit dem KI-Einsatz und bietet Raum für Fragen und Diskussionen. Das Programm wendet sich daher explizit an Mitarbeitende in kleineren und mittleren Archiven aus ganz NRW.
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24.9.2026, 10-12 Uhr
Dr. Beate Sturm, Kreisarchiv Kleve: Die Datenmigration von FAUST zu ActaPro Desk
Mitte des Jahres verkündete die Land Software GmbH die Einstellung des Archivinformationssystems FAUST. Eine Hiobsbotschaft für viele Archive, denn ein Systemwechsel bedeutet neben genereller Umgewöhnung einen hohen Arbeitsaufwand und auch Kosten. Damit die Erschließungsdaten teilweise jahrzehntelanger Arbeit nicht verloren gehen, ist ein Umstieg unumgänglich. Andere Archive sind diesen Weg bereits gegangen: Unter dem Motto „Systemwechsel im Archiv – Herausforderungen und Chancen“ berichtet die Leiterin des Kreisarchivs Kleve, Frau Dr. Beate Sturm, aus der Praxis über die Migration von FAUST zu ActaPro Desk. Durch den langwierigen Prozess kann sie aus einem reichen Erfahrungstopf schöpfen. Lernen Sie zentrale Schritte, typische Stolpersteine und bewährte Lösungsansätze kennen, um Daten sicher und effizient in ein neues System zu überführen.
Fragen, Diskussionen und Erfahrungsaustausch sind bei diesem Online-Format ausdrücklich erwünscht!
Die Summer Lecture richtet sich an Mitarbeitende in Archiven, die sich bereits im Systemwechsel befinden oder einen anstreben und sich vernetzen wollen.
Hier geht es zur Anmeldung: SUMMER LECTURES: Die Datenmigration von FAUST zu ActaPro Desk