Am 6. Juli 2026 informierte das LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum (LVR-AFZ) in einer Onlineveranstaltung über aktuelle Fördermöglichkeiten für Archive im Rheinland. Im Mittelpunkt standen mehrere Förderprogramme für kommunale und nichtstaatliche Archive sowie weitere Einrichtungen, die Archivgut fachgerecht sichern, erschließen, digitalisieren, ihre infrastrukturellen Voraussetzungen weiterentwickeln oder sich in Öffentlichkeits- und historischer Bildungsarbeit engagieren möchten.
Zunächst erhielten die Teilnehmenden einen Überblick über die Landesinitiative Substanzerhalt (LISE). Katja Bachmann (LVR-AFZ) stellte Förderbereiche wie Reinigung, Restaurierung, Verpackung und Entsäuerung vor. Anhand konkreter Beispiele erläuterte sie die Finanzierungsmodalitäten und Abläufe von der Bedarfsanmeldung bis zur Abrechnung.
Im Anschluss präsentierte Juliano de Assis Mendonça (LVR-AFZ) die Archivförderung des LVR-AFZ, mit der der Aufbau, Erhalt und Ausbau archivischer Infrastrukturen im Rheinland unterstützt werden. Vorgestellt wurden insbesondere Fördermöglichkeiten in den Bereichen Bestandserhaltung, Erschließung und Nutzbarmachung – einschließlich der seit 2025 förderfähigen Digitalisierungsgeräte – sowie Projekte der Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit mit unmittelbarem Archivbezug. Ergänzend gab er einen Einblick in die verschiedenen Elemente der Heimatförderung NRW, die für Archive insbesondere in Kooperation mit lokalen Partnern interessant sein können.
Thea Fiegenbaum (LVR-AFZ) beleuchtete weitere Förderlinien, darunter die Regionale Kulturförderung des LVR, die LVR-Museumsförderung, das Förderprogramm „Schriftliches Kulturgut erhalten“ der KEK (Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts) sowie das Förderprogramm der Stiftung „Orte der deutschen Demokratiegeschichte“. Anhand von Beispielen wurden Zielsetzungen, förderfähige Maßnahmen, Antragsberechtigung, Fristen und typische Projektformate vorgestellt.
Mehrere Fragerunden ermöglichten es den Teilnehmenden, eigene Projektideen zu spiegeln und Details der Antragstellung zu klären. So entstand ein informationsreicher Austausch zwischen Referierenden und Teilnehmenden.
Die Onlineveranstaltung bot damit einen kompakten Überblick über Förderinstrumente, Fristen und Voraussetzungen. Zugleich wurde deutlich, wie wichtig eine frühzeitige Beratung und Abstimmung mit den zuständigen Fachstellen ist. Für die rheinischen Archive eröffnen sich je nach Vorhaben vielfältige Möglichkeiten, fachlich fundierte und finanziell abgesicherte Projekte umzusetzen.
Ansprechpersonen:
LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum
Ehrenfriedstr. 19, 50259 Pulheim
E-Mail: afz.archivberatung@lvr.de
Telefon: 02234 9854-225
Text: Jana F. Schulz